Haus hüten mit Hindernissen

2. März 2020 4 Von Rahel Candrian

Die Liste der noch anstehenden Arbeiten ist jetzt überschaubar. Doch weil alles, was Farbe bekommt mehrere Anstriche braucht, zieht es sich doch hin. In der Zwischenzeit machen wir mit Zeitungspapier eine Schablone des Fussbodens. Damit können wir den PVC-Bodenbelag zuschneiden. Das klappt ganz gut und wir sind gespannt, wie das Resultat dann aussehen wird.

Unsere Zeitungsschablone

Als die Arbeitsplatte der Küche fertig gestrichen ist, setzen wir das Lavabo und den Herd wieder ein und verfugen alles mit Silikon. Dann wird auch der Wasserhahn wieder angeschlossen. Sieht doch gleich viel besser aus!

Dann folgen das Kästchen, das Lavabo und die Duschwand im Badezimmer. Ale besteht darauf, dass wir alle Wasserhähne testen, bevor alles reingeschraubt und verfugt wird. Das stellt sich als weise heraus. Denn da ist es plötzlich auf der Rückseite der Duschwand nass… Sind die Leitungen undicht? Nein, zum Glück liegt es nur an einer fehlenden Dichtung beim Anschluss der Duschbrause. Also alles trocknen und weiter machen.

Jetzt geht es ans Verkleben des Bodens. Der Zuschnitt passt schon ganz gut, muss aber schon da und dort noch etwas zurecht geschnitten werden. Und die Übergänge verlangen mir meine ganze Geduld ab. Über Nacht trocknet der Kleber und am nächsten Morgen versiegle ich die Kanten der Übergänge. Das habe ich mir besser vorgestellt. Doch nach dem zweiten Vorgang bin ich recht zufrieden. Dann schraube ich noch die Leisten an. Matteo durfte mir beim Vorbohren helfen. Seinen Jubel habe ich noch immer im Ohr. Mehr vorher und nachher Bilder findet ihr hier.

Bevor wir weiter in die Zentralschweiz fahren, verarbeiten wir noch die Kiwis aus Nonnas Garten zu leckerer Konfitüre. Wir freuen uns, wieder unterwegs zu sein. Wenn auch nur für eine kurze Etappe. In Ägeri können wir Marinas Haus hüten, während sie in den Ferien ist. Bei unserer Ankunft räumen wir gleich das Wohnmobil leer und richten uns im Haus ein. Doch es gibt auch ein paar dicke Tränen als wir Matteo erklären müssen, dass wir nicht im Wohnmobil schlafen werden.

Der Monat in Ägeri vergeht wie im Flug. Wir schaffen es, viele Freunde und Verwandte zu besuchen. Ein Wochenende verbringen wir mit Simona und Marko im Schnee. Endlich kann Matteo mit Simona Skifahren gehen! Er ist glücklich und unermüdlich. Derweil unternimmt Lorena ihre ersten Schlittenfahrten. Sie ist nicht ganz so begeistert wie ihr Bruder. Den Helm findet sie aber so toll, dass sie ihn jetzt fast täglich trägt. Und auch einen weiteren Wintersport will Ale den beiden näher bringen: Schlittschuhlaufen. Matteo ist begeistert und Ale stolz.

Schlittschuhlaufen macht Spass

Doch es läuft nicht alles rund. Um mobil zu sein, lösen wir unser Auto ein. Erst merken wir, dass die Batterie tot ist. Kaum haben wir eine neue besorgt, funktioniert die Zündung wieder nicht. Da gar nichts mehr geht, lassen wir den tcs kommen. Das Zündschloss ist defekt. In der Autogarage heisst es zuerst, das können sie nicht flicken. Zum Glück kann Ale sie überzeugen, es sich doch anzusehen. Und tatsächlich bekommen wir das Auto fahrtüchtig zurück. Pünktlich zum ersten Schnee fällt die Heizung im Haus aus. Will uns da jemand ein paar Zeichen schicken?

Ale und Lorena beim Schlitteln

Es ist wunderbar, so nah einen so tollen Spielplatz zu haben. Und natürlich schätzen wir den Platz im Haus, den Backofen, die Waschmaschine, die Badewanne und das trinkbare Leitungswasser. Und dann besucht uns auch noch Rabea. Wir haben ein Fotoshooting mit ihr „in den eigenen vier Wänden“ gewonnen. Sie macht superschöne Bilder von uns. Vielen Dank für den unterhaltsamen und lustigen Morgen! Das frühe Aufstehen hat sich definitiv gelohnt.

Für Matteo machen wir ein Fasnachtskostüm. Er entdeckt aber das Kostüm vom letzten Jahr und will dann unbedingt als Hund gehen. Glücklicherweise passt Lorena das neue Kostüm mit wenigen Änderungen. Wer erkennt, welche Figur sie darstellt?

Na, wer erkennt es?

Und schon heisst es packen, aufräumen, putzen und einräumen. Danke, dass wir das Haus hüten durften, Marina! Wir ziehen zurück ins Wohnmobil. Mal schauen, ob wir das noch können. Nach zwei Monaten auswärts schlafen wir wieder in unseren Betten. Und jetzt? Wohin des Weges? Wir wissen es nicht.